H2VE - Hydrogen Valley Vocational Excellence Hub

H2VE – Hydrogen Valley Vocational Excellence Hub

Hintergrund

Wasserstoff spielt eine zentrale Rolle für die Energiewende und als Maßnahme gegen den Klimawandel. In vielen europäischen Ländern entstehen daher sogenannte Hydrogen Valleys – regionale Innovationszentren, die die Nutzung von Wasserstofftechnologien fördern und lokale Energiesysteme stärken. Diese Wasserstoffregionen tragen nicht nur zur nachhaltigen Energieversorgung bei, sondern bieten auch wirtschaftliche Chancen durch neue Investitionen und technologische Entwicklungen.

Ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Etablierung dieser Hydrogen Valleys ist die Qualifizierung von Arbeitskräften. Der wachsende Wasserstoffsektor erfordert spezialisierte Fachkräfte mit umfassenden Kenntnissen in den Bereichen Wasserstoffproduktion, -speicherung, -transport und -nutzung, sowie kreislaufwirtschaftlichen Aspekten und Ansätzen. Bildungs- und Weiterbildungseinrichtungen haben diese Entwicklung erkannt und bieten zunehmend Kurse, Schulungen und Seminare an, um sowohl neue als auch bestehende Arbeitskräfte zu qualifizieren.

Um den steigenden Bedarf an Fachkräften zu decken und die Verknüpfung zwischen Bildung und Industrie zu stärken, setzen viele Regionen auf ein vernetztes Ökosystem aus Schulen, Hochschulen, Berufsbildungseinrichtungen und Industriepartnern. Der Aufbau von Centers of Vocational Excellence (CoVEs) bietet dabei die Chance, praxisnahe Ausbildungsprogramme zu entwickeln und als Brücke zwischen Bildungsinstitutionen und Unternehmen zu fungieren.

Ziel des Projekts

Das Projekt „Hydrogen Valley Vocational Excellence Hub“ (H2VE) verfolgt das Ziel, die Qualifizierung von Fachkräften im Bereich Wasserstofftechnologien gezielt zu fördern und langfristig ein nachhaltiges Bildungsnetzwerk aufzubauen. Hierzu wird ein neues Netzwerk aus Centers of Vocational Excellence geschaffen, das den Austausch von Wissen, Erfahrungen und Best Practices zwischen den verschiedenen Wasserstoffregionen Europas und darüber hinaus erleichtert.

Insgesamt werden im Projekt „H2VE“ CoVEs in sechs Ländern etabliert: Deutschland, Italien, Polen, Lettland, Griechenland und dem außereuropäischen Partnerland Ghana. Durch diese länderübergreifende Zusammenarbeit sollen Bildungsangebote aufeinander abgestimmt und weiterentwickelt werden, um sowohl Schüler*innen auf Sekundarschulniveau als auch Auszubildende, Studierende und Berufstätige gezielt auf die Anforderungen der Wasserstoffwirtschaft vorzubereiten. Neben technischen Kompetenzen werden auch interdisziplinäre Fähigkeiten vermittelt, die für eine erfolgreiche Umsetzung von Wasserstoffprojekten förderlich sind.

H2VE setzt auf eine enge Zusammenarbeit zwischen Bildungseinrichtungen, Industrie und politischen Akteuren, um eine bedarfsgerechte und praxisorientierte Ausbildung sicherzustellen. Durch gezielte Schulungsprogramme, neue Lehrmethoden und digitale Lernplattformen wird eine lebenslange Weiterbildung ermöglicht, sodass Fachkräfte auch in Zukunft auf dem neuesten Stand der Technik bleiben.

Langfristig soll H2VE dazu beitragen, den Übergang zu einer CO2-armen Wasserstoffwirtschaft zu beschleunigen, innovative Technologien voranzutreiben und Europa als führenden Standort für nachhaltige Wasserstofflösungen zu etablieren.

Loredana Tiedke
Loredana Tiedke, M.Sc.
Fachbereich Elektrotechnik und Informatik

Projektlaufzeit: 02/2025 – 01/2029

Fördermittelgeber: Europäische Kommission

Förderprogramm: Erasmus+

Förderkennzeichen: 101194163

Fördersumme: 359.092 €